Botox gegen übermäßiges Schwitzen

Übermäßiges Schwitzen, medizinisch als Hyperhidrose bezeichnet, kann für Betroffene sehr belastend sein. Besonders in den Achselhöhlen, an den Handflächen oder an den Fußsohlen führt die verstärkte Schweißproduktion häufig zu Unsicherheit und Einschränkungen im Alltag. Selbst gründliche Körperpflege und herkömmliche Deodorants reichen oft nicht aus, um die Schweißbildung ausreichend zu kontrollieren.

Wenn klassische Maßnahmen keine zufriedenstellende Wirkung zeigen, kann eine Behandlung mit Botox eine gezielte und bewährte Lösung sein. Durch fein dosierte, präzise gesetzte Injektionen wird die Aktivität der Schweißdrüsen deutlich reduziert – ganz ohne operativen Eingriff und mit kurzer Ausfallzeit.

Wie Botox bei übermäßigem Schwitzen wirkt

Botox reduziert gezielt die überaktive Schweißproduktion, indem es die Reizweiterleitung zwischen Nervenenden und Schweißdrüsen blockiert. Normalerweise steuert der Botenstoff Acetylcholin die Aktivierung der Schweißdrüsen. Wird diese Signalübertragung durch Botox gehemmt, produzieren die behandelten Drüsen deutlich weniger Schweiß.

Die Behandlung wirkt ausschließlich lokal an den injizierten Arealen und ist besonders schonend. Die natürliche Wärmeregulierung des Körpers sowie andere Funktionen bleiben unbeeinträchtigt.

Erste Effekte zeigen sich meist bereits nach wenigen Tagen, die volle Wirkung entfaltet sich nach etwa zwei Wochen. Je nach individueller Dosierung und Stoffwechsel hält das Ergebnis in der Regel sechs bis zwölf Monate an – für spürbar mehr Sicherheit, Komfort und Lebensqualität im Alltag und Beruf.

  • ca. 20–30 Minuten

  • betäubende Creme

  • nach etwa 3–5 Tagen, volle Wirkung nach ca. 2 Wochen

  • keine spezielle Pflege nötig, kurzzeitig Verzicht auf Sauna, Solarium und intensive körperliche Belastung.

  • sofort nach der Behandlung

  • Pause von 1–2 Tagen empfohlen

  • individuell je nach Dosis zwischen 600-850 Euro

Ursachen und Formen der Hyperhidrose

Schwitzen ist eine lebenswichtige Funktion des Körpers, um die Temperatur zu regulieren. Bei einer Hyperhidrose ist die Aktivität der Schweißdrüsen jedoch über das normale Maß hinaus gesteigert – unabhängig von äußeren Faktoren wie Hitze, körperlicher Anstrengung oder Stress. Ursache ist meist eine Überaktivität beziehungsweise Fehlsteuerung des vegetativen Nervensystems, das die Schweißproduktion steuert.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen:

Primäre Hyperhidrose
Diese Form tritt ohne erkennbare Grunderkrankung auf. Die übermäßige Schweißbildung zeigt sich häufig lokal begrenzt, insbesondere an Achseln, Handflächen oder Fußsohlen.

Sekundäre Hyperhidrose
Hier entsteht das verstärkte Schwitzen als Begleiterscheinung anderer Ursachen – beispielsweise hormoneller Veränderungen, Stoffwechselerkrankungen oder durch bestimmte Medikamente.

Besonders häufig betroffen sind die Achselregion, die Hände und die Füße. Für viele Betroffene stellt das starke Schwitzen nicht nur eine körperliche, sondern auch eine psychische Belastung dar – sei es im beruflichen Umfeld, im sozialen Miteinander oder im täglichen Leben.

Anwendungsgebiete der Behandlung

Die Botox-Therapie gegen übermäßiges Schwitzen kann an unterschiedlichen Körperregionen eingesetzt werden – überall dort, wo die Schweißdrüsen überaktiv sind und die Lebensqualität beeinträchtigen.

Jede Behandlung wird individuell geplant und auf die jeweilige Region sowie die Ausprägung der Hyperhidrose abgestimmt.

  • Übermäßiges Schwitzen in den Achselhöhlen ist die häufigste Form der Hyperhidrose. Die Behandlung sorgt hier für langanhaltende Trockenheit und reduziert deutlich sichtbare Schweißflecken auf der Kleidung – für mehr Sicherheit im Alltag.

  • Stark schwitzende Handflächen werden im beruflichen und privaten Umfeld oft als besonders störend empfunden. Durch die gezielte Anwendung von Botox wird die Schweißproduktion spürbar verringert und ein angenehmes, trockenes Hautgefühl ermöglicht.

  • Auch an den Fußsohlen kann eine ausgeprägte Schweißbildung auftreten. Die Behandlung hilft, das Hautklima zu verbessern und Beschwerden wie Feuchtigkeit oder unangenehme Geruchsbildung zu reduzieren.